{"id":244,"date":"2013-08-18T23:13:54","date_gmt":"2013-08-18T21:13:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krackruegge.de\/?p=244"},"modified":"2013-08-19T21:52:12","modified_gmt":"2013-08-19T19:52:12","slug":"ein-tag-fuer-den-bremach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.krackruegge.de\/?p=244","title":{"rendered":"Ein Tag f\u00fcr den Bremach"},"content":{"rendered":"<p>Nur f\u00fcr diesen einen Tag h\u00e4tte sich die \u00dcberf\u00fchrung des Bremachs nach Island schon gelohnt. H\u00e4tte mir vor Beginn des Urlaubs jemand gesagt, dass Sandra mit mir auf einer Piste, die nichtmal eine Nummer hat, durchs Hochland f\u00e4hrt, ich h\u00e4tte es nicht geglaubt. Dieser Beitrag ist also nicht nur eine Lobhuldigung der Gel\u00e4ndef\u00e4higkeiten des Bremachs, sondern vielmehr ein Dankesch\u00f6n an die beste Navigatoren\/Beifahrerin der Welt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Scheinbar bin ich nach zwei Wochen Urlaub im Urlaubsmodus angekommen. Ich k\u00f6nnte morgens noch l\u00e4nger im Bett bleiben w\u00e4hrend Sandra zum Aufstehen dr\u00e4ngt. Heute kocht sie sogar Kaffee, weil ich es nicht aus dem Bett schaffe. Es ist also nur Sandras Verdienst, dass wir es um 11:00 Uhr vom Platz schaffen. Bevor wir losfahren, rufen wir aber noch in Ippinghausen an. Heute war der Zierenberg Marathon und J\u00fcrgen, Elmar, Christoph, Daniel und Nils sowie Ingo und Celio waren am Start. Vati ist mit Nils die 10km Familienrunde gefahren und Nils hat dabei in seiner Altersklasse den 3. Platz belegt. Gl\u00fcckwunsch. Elmar und Christoph sind erstmals mit dem Tandem am Start gewesen. Wir sind gespannt eure Berichte zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Husafell muss das waldreichste Gebiet Islands sein. Ich habe hier noch nie soviel B\u00e4ume gesehen. Wir fahren auf der 518 weiter in Richtung Hochland. Als die ersten Schotterpassagen beginnen, wird wieder der Luftdruck gesenkt. Diesmal auf 1,8 Bar vorne und 2,1 Bar hinten. Wir machen an einer H\u00f6hle halt. In einem Lavafeld hat sich eine 1,1km lange H\u00f6hle gebildet, die hier ihren Einstieg hat. Jetzt biegen wir auf die F578 und beginnen unsere Durchquerung der Arnarvatrsheidi. Diese Stein und Ger\u00f6llw\u00fcste soll f\u00fcr die n\u00e4chsten 80km unsere Heimat werden. Schon als wir noch auf der F578 sind, kommen wir auf der Piste nur langsam voran. Sandra navigiert prima und so finden wir die Richtige Abzweigung auf unsere Piste ohne Namen, auf der wir den Langj\u00f6kull n\u00f6rdlich umfahren wollen. Unser Ziel ist die ber\u00fchmte Kj\u00f6lur Piste, um auf dieser dann weiter nach Hveravellir zu fahren.<\/p>\n<p>Unsere namenlose Piste beginnt an einem Torfhaus und einem Schafsgatter. Nachdem Sandra dies f\u00fcr uns ge\u00f6ffnet hat, geht es durch eine Furt um anschlie\u00dfend mit Untersetzung einen steilen Berg raufzukrabbeln. Die Untersetzung wird f\u00fcr die n\u00e4chsten Stunden ein treuer Begleiter. Der zweite Gang spielt ab jetzt nur noch eine Nebenrolle im Getriebe. Wir k\u00e4mpfen uns durch eine Stein und Ger\u00f6llw\u00fcste auf einer Piste die lange Zeit nichtmal Pfosten als Orientierung hat. Als wir 2005 auf der F\u00e4hre nach Island ein \u00e4lteres P\u00e4rchen aus Bayern getroffen haben, wurden Routentipps ausgetauscht. Die Durchquerung der Arnarvatrsheidi war ein Tipp von dem Paar, welches nach eigenen Aussagen nur die h\u00e4rtesten Pisten f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wir sind damals nur einem ihrer zahlreichen Tipps gefolgt und haben die Passage der Vonarskard als Highlight in Erinnerung. Ich denke uns wird es mit der heutigen Route auch so gehen, auch wenn wir jetzt erstmal die Anspannung der letzten Stunden verdauen m\u00fcssen. Die Vorteile des Bremachs mit seiner relativ schmalen Spur und den kurzen \u00dcberh\u00e4ngen kommen auf dieser Piste voll zur Geltung. Immer wieder passieren wir schmale Stellen und beim Blick auf die Teils spitzen Steine habe ich Sorge um die Reifen. Hier im Hochland einen Reifen zu wechseln, muss ich nicht haben. Es regnet immer mal wieder und auch der Regen der letzten Wochen hat den Boden weich und schwer werden lassen. Wir poltern steile Abh\u00e4nge mit Stufen runter, dass es einem Angst und Bange werden kann.<\/p>\n<p>Die Landschaft um uns, mit dem Langj\u00f6kull zur rechten und dem Nichts zur linken ist so karg wie faszinierend. Nicht einmal Schafe leisten uns noch Gesellschaft. In Gedanken sehe ich Michael Martin vor mir, wie er im Diavortrag die Besonderheiten der isl\u00e4ndischen Steinw\u00fcste erkl\u00e4rt. Das Fahren ist anstrengend und die Piste fordert die volle Konzentration. Nach sechs Stunden n\u00e4hern wir uns der Kj\u00f6lur. Die letzten 80km haben uns keine gro\u00dfen Phasen der Erholung geg\u00f6nnt und auch als die Steinw\u00fcste vorbei ist, nehmen uns Lavafelder und tiefe Spuren die M\u00f6glichkeit an Fahrt aufzunehmen.<\/p>\n<p>Nach den Erfahrungen der letzten Kilometer kommt uns die Waschbrettpiste der Kj\u00f6lur wie eine Autobahn vor. Wir kommen vergleichsweise z\u00fcgig vorw\u00e4rts und erreichen Hveravellir. Mitten im gleichnamigen Geothermalgebiet liegt der Campingplatz mit G\u00e4stehaus und einem hei\u00dfen Pool. Als wir ankommen, ist der Pool so voll mit Menschen, dass man das Wasser kaum sieht. Mittlerweile sind aber zwei Hochlandbusse abgefahren und ich werde meinen m\u00fcden Knochen die Entspannung im Wasser g\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir haben gerade lecker gegessen und freuen uns bei sieben Grad Au\u00dfentemperatur \u00fcber die Standheizung in der Kabine. Sandra liest und g\u00e4hnt schon ab und an. Ich bin wirklich sehr gl\u00fccklich, dass sie das heute so gut mitgemacht hat und wir beide danken Gott f\u00fcr die Bewahrung, im ganzen Urlaub und besonders heute auf der Piste.<\/p>\n<p>Die Verbindung ist sehr schlecht, daher gibt es heute keine Bilder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur f\u00fcr diesen einen Tag h\u00e4tte sich die \u00dcberf\u00fchrung des Bremachs nach Island schon gelohnt. H\u00e4tte mir vor Beginn des Urlaubs jemand gesagt, dass Sandra mit mir auf einer Piste, die nichtmal eine Nummer hat, durchs Hochland f\u00e4hrt, ich h\u00e4tte es nicht geglaubt. Dieser Beitrag ist also nicht nur eine Lobhuldigung der Gel\u00e4ndef\u00e4higkeiten des Bremachs, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=244"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":247,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/244\/revisions\/247"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=244"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=244"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.krackruegge.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=244"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}