{"id":14,"date":"2013-08-06T00:39:20","date_gmt":"2013-08-05T22:39:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.krackruegge.de\/?p=14"},"modified":"2013-08-06T00:39:20","modified_gmt":"2013-08-05T22:39:20","slug":"island-insel-aus-feuer-und-eis-und-wind","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.krackruegge.de\/?p=14","title":{"rendered":"Island \u2013 Insel aus Feuer und Eis &#8230; und Wind!"},"content":{"rendered":"<p>Reykjavik: 20:30 Uhr. Wir sitzen vor dem Bremach in der Sonne und genie\u00dfen den Augenblick. Der erste Urlaubstag ist fast rum und wir sind schon voller Eindr\u00fccke aus diesem ganz besonderen Land.<\/p>\n<p>Schon der Hinflug war besonders. Im Dunkeln gestartet, flogen wir \u00fcber ein Meer aus Wolken der Sonne entgegen. Je l\u00e4nger der Flug dauerte, desto gr\u00f6\u00dfer wurde die Sonne am Horizont. Vor Island riss die Wolkendecke auf und gew\u00e4hrte uns so einen Blick auf die schroffe K\u00fcste unseres Reiseziels. Durch das Fenster konnten wir den Hafen von Heimaey sehen, jener Hafen der fast durch einen Vulkanausbruch 1973 ausgel\u00f6scht worden w\u00e4re. G\u00e4nsehaut \u00fcberkommt mich als sich in der kargen Landschaft Pisten abbilden, Pisten die wir bereisen wollen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Flughafen kommt es dann zur erhofften Begegnung mit Elmar, Simone, Nils und Hannah. Im Sicherheitsbereich des Flughafens k\u00f6nnen wir uns einige Minuten sehen und jeweils eine gute Weiterreise w\u00fcnschen. Zeit zum erz\u00e4hlen des Erlebten bleibt nicht. Wenn wir uns in drei Wochen wieder sehen wird dies nachgeholt und frische Geschichten treffen die, die schon langsam im Alltag verblasst sind. Wir freuen uns drauf.<\/p>\n<p>Ohne Probleme finden wir den Bremach auf dem Parkplatz. Ein eisiger Wind pfeift \u00fcber die Stellfl\u00e4che und wir ziehen schnell unsere winddichten Jacken an. Im Halbdunkeln brechen wir in Richtung Sandgerdi auf, um auf dem dortigen Campingplatz unsere erste Nacht auf Island zu verbringen. Wir parken, das Auto zweimal um, damit der starke Wind uns nicht zu sehr durchr\u00fcttelt. Wie Elmar und Nils berichteten klappert der Gurt vom Dachzelt etwas gegen die Kabine, aber erst seit dem letzten Stopp. Ich wollte f\u00fcr eine ruhige Nacht sorgen und habe den Gurt etwas gel\u00f6st. Die Dunkelheit, die M\u00fcdigkeit und die K\u00e4lte halten mich aber davon ab mehr als zwei Versuche f\u00fcr das richtige Anbringen des Gurtdosendeckels zu unternehmen und so landet der Deckel kurzerhand in meiner Jackentasche.<\/p>\n<p>Jetzt in der Kabine nehmen wir dankbar die Vorarbeit von Elmar und Simone an. Auf uns wartet ein frisch bezogenes Bett und ein gut gef\u00fcllter K\u00fchl- und Vorratsschrank. Welche weiteren M\u00fchen sie auf sich nehmen mussten, um den Bremach nach den Wochen in diesen Zustand zu bringen, werden wir wohl erst in drei Wochen erahnen k\u00f6nnen. Herzlichen Dank!<\/p>\n\n<p>Nach einer Katzenw\u00e4sche mit nur einem Kulturbeutel, an Ausr\u00e4umen der Koffer war zu dieser Zeit nicht zu denken, gehen wir frierend ins Bett. Obwohl wir beide hundem\u00fcde sind, gelingt uns das Einschlafen nicht. Sandra f\u00fchlte sich im, durch den Wind sanft gewiegten, Bremach schon an die bevorstehende F\u00e4hrfahrt erinnert. Ich hatte den Platz an der Wand abbekommen und h\u00f6rte jede Bewegung des Riemens. Mir war bewusst, dass nicht nur der Riemen gegen die Wand schlug auch das lose Ende klopfte jetzt gegen den Boden.<\/p>\n<p>Es dauert eine gef\u00fchlte Ewigkeit, in der ich meinte nicht geschlafen zu haben, bis ich mich aufraffen kann das Problem mit dem Riemen anzugehen. Es ist schon Heller und mir gelingt es den Riemen wieder straff zu ziehen und den Deckel auf die Dose zu setzen. Sandra ist begeistert vom Ergebnis und wir beide k\u00f6nnen endlich schlafen.<\/p>\n<p>Es dauert zwei \u201enoch weiterschlafen\u201c bis wir um 08:45 in den Tag starten. Die Sonne begr\u00fc\u00dft uns durch die beschlagenen Fenster. In der Gep\u00e4ckluke kocht der Kaffee und Sandra k\u00fcmmert sich liebevoll um die Fr\u00fchst\u00fccksbrote. Langsam kommt auch in die umliegenden Zelte, vornehmlich deutscher Urlauber, Bewegung. Die 3-4 isl\u00e4ndischen Wohnmobile und Wohnwagen bleiben verd\u00e4chtig ruhig. W\u00e4hrend des Abwaschens kommt auch der Platzwart, um die Geb\u00fchren zu kassieren. 600ISK pro Person und Nacht f\u00fcr einen Platz mit warmer Dusche, da kann man sich nicht beschweren.<\/p>\n<p>Wir nutzen die Zeit und r\u00e4umen unsere Koffer aus und verstauen alles in den schier endlosen Stauf\u00e4chern des Bremach. Die Touratechtaschen machen sich wieder bezahlt und bieten uns alles N\u00f6tige im Schnellzugriff. Bevor wir losfahren, muss noch gekl\u00e4rt werden wohin es eigentlich gehen soll. Im \u201eThermal Pools\u201c Buch ist auf Reykjanes, neben der bekannten Blauen Lagune noch ein weiterer Pool verzeichnet. Wir beschlie\u00dfen die Gelegenheit zu nutzen und auf dem Weg nach Reykjavik, unserem Tagesziel, die Halbinsel Reyjkanes zu erkunden und falls auffindbar den ersten hei\u00dfen Pool des Urlaubs zu entern.<\/p>\n<p>Wir starten und werfen nochmal einen Blick auf die Uhr. 09:30 Uhr?? Hmm war die Zeitverschiebung nicht andersrum? Wache Deutsche \u2013 schlafende Isl\u00e4nder \u2013 es ergibt alles einen Sinn. Danke Steve Jobs, die automatische Anpassung der Zeitzonen klappt super.<\/p>\n<p>Mit den gewonnen zwei Stunden in der Tasche biegen wir auf die 44 Richtung Hafnir. Jetzt sind wir auf der K\u00fcstenstra\u00dfe unterwegs, die wir wenige Stunden zuvor aus dem Flugzeug gesehen haben.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he von Kinn gibt es einen Parkplatz und eine Br\u00fccke \u00fcber die Spalte zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplate. Wie in Pingvellier wird hier\u00a0 Erdgeschichte sichtbar. Kaum vom Parkplatz losgefahren, biegen wir auch schon wieder von der Stra\u00dfe ab. Eine kleine Piste f\u00fchrt zu dem See, den wir bisher nur aus der Ferne bewundert haben. Die Piste entpuppt sich nicht als Sackgasse und wir fahren einsam an der K\u00fcste entlang. Ein kurzer Abstecher zum Strand macht das erste Mal Allrad und Untersetzung n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Die Piste f\u00fchrt uns bis ins Geothermalgebiet Reykjanesta, zu Leuchtturm und Vogelfelsen. Hier treffen wir nicht nur wieder auf andere Touristen auch der Hunger trifft uns. Mit M\u00fcsli und Nutellabroten gest\u00e4rkt geht es \u00fcber die 425 weiter Richtung Grindavik. Der Seewind macht dem Bremach zu schaffen und wir zuckeln mit 60-70km\/h durch die Landschaft. In Grindavik angekommen halten wir eine Kurze Gedenkminute an unser Yaris Abenteuer im Winter 2009 ab. Hier wurde alles gut \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Wir biegen von der 427 auf die 42 Richtung Kleifarvatn ab, hier an der Strecke soll sich der Pool befinden. Allerdings m\u00fcssen wir die richtige Abbiegung verpasst haben, als wir am Kleifarvatn ankommen, ist es uns aber egal. Mittlerweile macht sich die kurze Nacht bemerkbar und wir beschlie\u00dfen nach einem Fotostopp nach Reykjavik zu fahren. Das GPS \u201eRoute wird neu berechnet\u201c f\u00fchrt uns zum Campingplatz und Erinnerungen an meinen letzten Aufenthalt kommen hoch. Keine 20 Meter vom damaligen Zeltplatz entfernt beziehen wir unseren Posten.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher war zwar nicht alles besser, das Publikum scheint sich aber ge\u00e4ndert zu haben. Nur auf die Reisegruppe aus Tschechien ist verlass. <a href=\"http:\/\/www.tatrabus.cz\">www.tatrabus.cz<\/a><\/p>\n<p>Wir machen einen Mittagsschlaf und sammeln Kr\u00e4fte f\u00fcr einen ersten Gang durch Reykjavik. Viele Geb\u00e4ude die 2009 noch Baustelle waren sind jetzt fertig, viele Geb\u00e4ude die 2009 noch belebt waren, stehen jetzt leer. Die Finanzkrise und Blase haben Spuren hinterlassen, eine Reise Wert ist Reykjavik jedoch immer noch.<\/p>\n<p>Gest\u00e4rkt von Nudeln mit Pesto beginnt also jetzt unser Abendprogramm mit lesen und schreiben und das Geschriebene lesen und korrigieren.<\/p>\n<p>Wird es jetzt immer einen so langen Eintrag f\u00fcr die Tage geben \u2013 nein, ich denke nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reykjavik: 20:30 Uhr. Wir sitzen vor dem Bremach in der Sonne und genie\u00dfen den Augenblick. Der erste Urlaubstag ist fast rum und wir sind schon voller Eindr\u00fccke aus diesem ganz besonderen Land. 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